Geflügelfütterung leicht gemacht: Die wichtigsten Grundlagen für gesunde Hühner

Geflügelfütterung leicht gemacht: Die wichtigsten Grundlagen für gesunde Hühner

Eine artgerechte, ausgewogene Fütterung bildet die Basis für vitale, widerstandsfähige Hühner – vom Hobbybestand bis zur kleinen Hofhaltung. Dieser Beitrag bündelt die Kernpunkte: Futtersorten, Mineralstoffversorgung, Badesand, Snacks, jahreszeitliche Anpassungen und Verdauungsunterstützung.

1. Warum ausgewogene Fütterung so wichtig ist

Nur wenn Energie, Eiweiss, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente im richtigen Verhältnis stehen, können Hühner gesund wachsen, stabile Eierschalen bilden, ein dichtes Federkleid aufbauen und leistungsfähig bleiben.

  • Unterstützung von Verdauung, Immunabwehr und Vitalität
  • Stabile Knochen und Schalenqualität
  • Artgerechtes Pick- und Scharrverhalten

2. Futtersorten und ihre Aufgaben

2.1 Körnerfutter – das natürliche Grundgerüst

Körner liefern primär Energie und fördern Beschäftigung sowie Sättigung. Eine vielfältige Mischung ist ideal:

  • Weizen, Mais, Gerste
  • Sonnenblumenkerne, Hirse
  • Erbsen (Proteinergänzung)

2.2 Alleinfutter – die vollständige Nährstoffbasis

Hochwertiges Alleinfutter deckt den Tagesbedarf an Energie, Rohprotein, essentiellen Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen sowie Calcium und Phosphor im ausgewogenen Verhältnis. Für Hobbyhalter die einfachste und sicherste Lösung.

3. Ergänzungen für stabile Gesundheit

3.1 Muschelgrit – unverzichtbar für starke Schalen

Muschelgrit bietet gut verfügbares Calcium für harte, stabile Schalen und wirkt im Muskelmagen als natürliche Mahlhilfe.

3.2 Picksteine – Mineralien & Struktur

Picksteine liefern Mineralien, beschäftigen die Tiere und können Federpicken vorbeugen – besonders sinnvoll in Gruppenhaltung.

3.3 Kalkgrit – schnelle Calciumquelle

Kalkgrit wirkt rascher als Muschelgrit und ist hilfreich bei hoher Legeleistung, in Belastungsphasen oder im Winter.

4. Badesand: Mehr als nur „Wellness“

Sandbäder sind essenziell für die Gefiederpflege. Qualitativer Badesand reinigt mechanisch, beugt Parasiten vor und sorgt für ein glänzendes Gefieder. Mischungen mit feinem Sand, Tonerde oder Anis unterstützen zusätzlich die Haut- und Gefiedergesundheit.

5. Leckerli & Snacks: Massvoll einsetzen

Snacks ergänzen, ersetzen aber kein Hauptfutter. In moderaten Mengen geeignet:

  • Getrocknete Insekten
  • Körnermischungen und Saaten
  • Gemüsechips

Zu viele Snacks können die Nährstoffbilanz verschieben – immer die Gesamtmenge im Blick behalten.

6. Fütterung über das Jahr hinweg anpassen

6.1 Winter

  • Mehr Energie und leicht erhöhte Fettanteile
  • Ausreichend Mineralstoffe für Schalenstabilität

6.2 Sommer

  • Viel frisches, kühles Wasser
  • Bei Hitze: Elektrolyte & Vitamine
  • Schattenplätze und gute Belüftung

6.3 Mauser

  • Erhöhter Proteinbedarf
  • Aminosäuren (z. B. Methionin) gezielt berücksichtigen
  • Mineralstoffe für Federneubildung

Verdauung, Wohlbefinden & natürliche Haltung

Eine robuste Verdauung ist zentral für Gesundheit und Leistung. Diese Basics sollten immer verfügbar sein:

  • Grit für eine funktionierende Magenarbeit
  • Frisches Wasser in ausreichender Menge
  • Beschäftigung durch Strukturmaterial wie Heu, Stroh oder Pickmaterial

Ausreichend Platz, Sonnenlicht und Staubbäder runden eine artgerechte Haltung ab.

Weiterführende Informationen

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Fazit

Mit einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung bleiben Hühner vital und leistungsfähig. Ein gutes Basisfutter, ergänzt um Calciumquellen, Grit, hochwertigen Badesand und wohldosierte Snacks, unterstützt Gesundheit, Legeleistung und Wohlbefinden. Wer die Bedürfnisse seiner Tiere saisonal im Blick behält, schafft die Grundlage für starke, glückliche Hühner.